Sehr geehrte Damen und Herren,
Die Freude am Leben mit seinen guten Werten und Dingen war ein Traum für mich und blieb ebenso einer. Im Laufe der Jahre haben sich viele von denen von einer viel schönerer, diamantener und einzigartiger Seite gezeigt. Ich begann zu verstehen was für ein Erlebnis es ist die Natur mit ihren organischen und anorganischen Facetten zu beobachten: Das Brummen der Bienen, das Rauschen der Flüsse, die Geräusche des Waldes und auf einen großen Baum daraus schauend, mit seinen Ästen und Blättern und die Vorstellung über seine Entwicklung während der Zeit wird augenblicklich zum Leben erweckt. Die Schönheit des grünen Grases, des Moses und der Blumen, diese wilde und doch graziöse, feine Formen des Designs der Natur – wie all dies sich untereinander verbindet und ein ganzheitliches System bildet. Dies sehend, man das Leben neu entdeckt und man fühlt man ist ein untrennbarer Teil davon. Unglücklicherweise sieht das nicht jeder in dieser Art, aber diese Einleitung hat nicht zum Ziel mein Leben ausschließlich von seiner schönen Seite zu zeigen, sondern auch von seiner unschönen Seite.
Diese Sammlung von Zeichnungen zeigt aus sehr naher Sicht das gegenwärtige menschliche Desaster und in scharfem Kontrast dazu die Freude einen Menschen zu sein. Dies in einer poetischen Freiheit, die der Mix von abstrakter und halb-realistischer Malerei gibt. Zu diesem Zeichen-Stil kam ich aufgrund von vielen Experimenten und hoffe, dass Sie diesen in den Bildern wiederentdecken.
Die Bilder sind thematisch von gegenwärtigen Ereignissen beeinflusst, ausführlich beschrieben von den Medien und Leitartikel von vielen Zeitungen, die im Internet publiziert worden sind, auch auf Wikipedia beschrieben oder mit Videos auf You Tube dokumentiert. Nicht zuletzt sind Erlebnisse aus meinem Leben abgebildet.
Mein Bestreben ist es, den Menschen so zu zeichnen, der mich mit Liebe und Freude erfüllt, zum Lachen bringt in Kenntnis des Sinnes und der Wichtigkeit, die ihn zum Sein bewegen. Ich kann nicht gleichgültig bleiben, wenn es um menschliche Trauer, Unglück oder Tod geht. Manchmal weine ich, wenn ich Materialien für ein zukünftiges Bild zusammenstelle, weil ich von dem Thema so berührt bin und mein Herz kann nicht vor Freude aufhören zu schlagen, wenn man jemanden trifft, der dich dazu bringt, in die Menschheit zu glauben. Hofft man auf bessere Zeiten, vielleicht nicht jeden Tag, aber in jedem Fall bei Naturkatastrophen, Aufstände, Putschs, Revolutionen, politische und wirtschaftliche Krisen, Kriege und Morde beginnt man zu hoffen und beten für ein besseres Leben.
Man brachte uns bei, dass Hightech unser Leben erleichtern wird – wir fragen das nicht bei den Verwandten der Verunglückten durch Drohnenbombardements, ich zweifle auch, dass man das bei den Menschen, die diese Drohnen gesteuert haben, nachgefragt hat; wir fragen das nicht bei den Planern und Errichtern von diesen Drohnen, auch nicht bei den Organisationen, die mit Hilfe von Satelliten und Systeme zur Beobachtung und Verfolgung uns ausspionieren… den Gentechnikspezialisten, die sich für Götter halten. An dem glaube ich nicht und glaube, Sie auch nicht. Ich glaube an dem, was ich mit meinen Augen sehe und das ist der Mensch in der Gegenwart: ohnmächtig für Veränderungen, konzentriert in seinem eigenen überleben, anstatt dem Wohl der Allgemeinheit. Ich sehe Menschen versammelt in „babylonische Türme“ (=Städte), wo jeder individuell versucht eine Mode zu etablieren, noch bevor eine andere diese ändert; vergiftet von Fahrzeugabgasen und nicht bezahlter Rechnungen fürchtend; betrunken während der Freizeit; gestopft mit Konservierungsstoffe und Sorgen.
Mit freundlichen Grüßen
Tsvetan Radenkov